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Protokoll der Mitgliederversammlung am 18.06.12 im Alten Rathaus 

Punkte der Tagesordnung:

 

  1. Protokoll

     

  2. Rückblick auf den „runden Tisch“

     

  3. Aktivitäten 2012

     

  4. Aktivitäten 2013

     

  5. Sonstiges

     

 

Teilnehmer  

 

Julitte Ring (Gesamtverband Moderne Fremdsprachen)

 

Heiner Zietz (Verband der VHS des Saarlandes, 2. Vorsitzender des Sprachenrates Saar)

 

Albert Raasch (Ehrenvorsitzender des Sprachenrates Saar)

 

Volker Schuler (DGB-West)

 

Justus Wilhelm (Schatzmeister des Sprachenrates Saar)

 

Norbert Gutenberg (Universität des Saarlandes, 1. Vorsitzender des Sprachenrates Saar)

 

 

Protokoll führte Lea Abongi, Hilfskraft des Sprachenrates Saar

 

 

Zu Beginn der Mitgliederversammlung ging der 1. Vorsitzende des Sprachenrates Saar, Herr Gutenberg, auf die Punkte der Tagesordnung ein und danach wurde das Protokoll genehmigt. Anschließend erwähnte er die Reaktivierung einiger ehemaliger Mitglieder (u.a. IHK) und die erfolgreiche Werbung neuer Mitglieder (DFG, Schengen Lyzeum, Forum junger Handwerker). Im Anschluss fuhr er mit einem Rückblick auf den „runden Tisch“ (01.02.2012) fort, wobei er, die ‚gelebte Mehrsprachigkeit’ betreffend, nochmals auf die weiterhin notwendige enge Zusammenarbeit zwischen den Wirtschaftsverbänden, der Gewerkschaft und der Arbeitsverwaltung hinwies. Er äußerte diesbezüglich vor allem sein Bedauern darüber, dass der neue Minister für Bildung und Kultur (Ulrich Commerçon) noch nicht auf seine Anfrage geantwortet habe. Er betonte dann die Wichtigkeit der Beibehaltung des ursprünglichen Sprachenkonzepts des Saarlandes. Frau Ring (Gesamtverband Moderne Fremdsprachen) sowie Herr Schuler (DGB) berichteten aus eigener Erfahrung von Gesprächen mit Herrn Commerçon, die eine geplante Änderung des Sprachenkonzepts nicht erwarten lassen. Beide waren sich einig darüber, dass, aufgrund der benötigten Einarbeitungszeit des neuen Ministers, ein Gespräch mit ihm erst nach den Sommerferien Sinn machen würde, Herr Gutenberg fügte hinzu, dass davor erneut eine Mitgliederversammlung stattfinden solle.

 

Zum „runden Tisch“ fügte Herr Raasch (Ehrenvorsitzender) noch hinzu, dass dort bereits eine wichtige Grundlage für kulturelle, sprachenorientierte und wirtschaftliche Projekte geschaffen worden ist. Herr Raasch betonte außerdem, dass die Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, bei der er und Herr Arno Krause (Europäische Akademie Otzenhausen) Mitglieder sind, diese Projekte zukünftig unterstützen könne. Herr Gutenberg berichtete dann von der Idee, das Projekt „Mini-Saarland“, welches 2013 wieder auf dem Messegelände stattfinden soll, mit der Kinder- und Jugendbuchmesse zu kombinieren, sodass auch das Messegelände noch mehr als Standort für kulturelle Projekte genutzt werden könnte. So könnten auch zukünftig Micro-Interreg-Projekte, d. h. kleine Projekte mit 1-2 Partnern, die der Förderung der zweisprachigen kulturellen Identität der Region dienen, über Zuschüsse der EU (ca. 80%) vorangetrieben werden. Dafür soll ein Brainstorming zusammen mit Herrn Philippe Mouraux (Association Culture et Bilinguisme de Lorraine) anberaumt werden.

Eine weitere Idee des Ehrevorsitzenden Albert Raasch war die Schaffung eines Kurses an der VHS, in dem die Zusammenkunft älterer Generationen aus der Grenzregion über das Berichten von ähnlichen Erlebnissen aus verschiedenen Perspektiven möglich sei. So könne ein Austausch von Sprache und Erinnerung geschaffen werden, welcher später auch auf den Bereich der intergenerationellen Zusammenarbeit ausgedehnt werden könnte. Herr Gutenberg räumte diesbezüglich die Möglichkeit ein, die Organisation „Europ´age“ an diesem Projekt zu beteiligen, da diese die angeführten Punkte in ihrem Konzept vereinigt.

Herr Gutenberg führte als zentrale Aktivität für das Jahr 2012 die Weiterführung des „Runden Tisches“ mit dem Ziel einer Machbarkeitsstudie  zur ‚gelebten Mehrsprachigkeit’ an. Danach eröffnete Herr Gutenberg die Aussicht auf eine wichtige Aktivität, die 2013 beginnen könnte: die Förderung der Migrantensprachen. Er schlug vor, dazu Frau Prof. Dr. Haberzettl (Lehrstuhl Deutsch als Fremd- und Zweitsprache) einzubeziehen, die auf diesem Gebiet spezialisiert ist. Frau Julitte Ring (Gesamtverband Moderne Fremdsprachen) erwähnte anschließend noch das 50. jährige Jubiläum des Elysée-Vertrages, das im kommenden Jahr gefeiert wird. Anlässlich dieses, auch in der Grenzregion relevanten, Ereignisses könne auch von Seiten des Sprachenrates eine Beteiligung erfolgen, jedoch sei noch nicht klar in welchem Umfang und in welcher Form, da das von der Hauptorganisation in Berlin abhänge. Noch in diesem Jahr stehe allerdings die Veranstaltung „Jugend debattiert“ (auf Französisch) an, die nach den Sommerferien in der Staatskanzlei unter der Schirmherrschaft von Frau Ministerpräsidentin Annegret Karrenbauer stattfinden wird und von Frau Ring initiiert wurde.

Abschließend sprach Herr Raasch von dem neuen französischen Regierungschef, Jean-Marc Ayrault, der einen starken Bezug zu Deutschland hat und bereits lange mit Herrn Hans Bächle (DFG) befreundet ist. Über diese Beziehung könnte die Partnerschaft zwischen den Städten Nantes und Saarbrücken weiter vertieft und gemeinsam mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk der Austausch innerhalb der Grenzregion verstärkt werden. Die Mitgliederversammlung endete mit der Aussicht auf neue Projekte sowie auf eine weitere Zusammenkunft nach den Ferien mit allen neuen Mitgliedern.